Unser Programm
Programm des Liberalen Campus der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) 2009
Für eine liberale Viadrina
Medien & IT
Freie Lehrmaterialien und freie Bildung
Die Institution der Universität hat nach unserer Ansicht einen Bildungsauftrag über die immatrikulierten Studenten hinaus. Schon als Studierender eines anderen Studienganges kann man nicht mehr auf die Materialien von anderen Fakultäten zugreifen. Darum stehen wir dafür ein, dass die Viadrina und ihre Dozenten ihre Online-Ressourcen nutzt, um Vorlesungsmaterialien ohne Zugangsbeschränkung der Bevölkerung zugänglich zu machen. Das beinhaltet auch ein allgemein zugängliches WLAN und PC-Terminals.
eLearning ausbauen
Die Möglichkeiten des eLearning, also das Studium teilweise auf elektronische Medien und das Internet zu verlagern, wird an unserer Universität kaum genutzt. Oft gibt es kaum mehr als Mailkontakt und das Skript als Word-Dokument. Dabei sind andere Universitäten schon viel weiter, bieten interaktive Trainingsmöglichkeiten, Vorlesungsaufzeichnungen und vieles mehr an. Auch die Vernetzung der Studierenden, Dozenten und anderen Universitätsangehörigen im Rahmen der Möglichkeiten, die sogenannte Web 2.0 Innovationen bringen, ist anstrebenswert und kann unserer Meinung nach zu einer Intensivierung der Kommunikation im Bereich der Lehre und Anregungen im Bereich der Forschung führen. Auch für Studierende, die durch Erwerbsarbeit oder Kindererziehung nicht regelmäßig an Lehrveranstaltungen teilnehmen können, bietet eLearning große Chancen für einen erfolgreichen Studienabschluss. Wir setzen uns dafür ein, dass das eLearning-Angebot deutlich verbessert und international vergleichbar wird.
Verbesserung der Uni-Homepage
Trotz des neuen Layouts ist die Homepage der Universität immer noch unübersichtlich gestaltet. Wichtige Informationen fehlen und das Angebot an fremdsprachigen Versionen ist alles andere als Werbung für unsere Uni. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Insbesondere sollten die Funktionen der Suchmaschine verbessert werden. Jeder Studierende sollte die wichtigsten Informationen (Termine etc.) mit so wenig Suche wie nötig finden können. Auch sollte die Suche zu einer übersichtlichen Auflistung der Ergebnisse führen. Die ersten Schritte wurden schon getan, doch das ist noch nicht genug. Wir wollen auch die weitere Entwicklung konstruktiv begleiten.
Sicherheit und Schutz persönlicher Daten
Teilweise wird an der Uni nachlässig mit vertraulichen Informationen umgegangen. Daten, die nicht gebraucht werden, muss man ebenso wenig erheben, wie man persönliche Informationen nicht veröffentlichen sollte. Wozu werden auf manchen Anwesenheitslisten Privatadressen und Telefonnummern abgefragt? Wir fordern eine Begrenzung der Datenerhebung auf das Wesentliche, eine Datenschutzrichtlinie für die Publikation von Prüfungsergebnissen und eine Prüfung, inwieweit die Matrikelnummer generell zur Verschlüsselung bei Klausuren und Hausarbeiten geeignet ist. Hier sollte mit der Universität ein fortlaufender Dialog eingerichtet werden.
Systematische Bereitstellung von Informationen durch die Universität
Die derzeitige Bereitstellung von Informationen an alle Universitätsmitglieder ist wenig effektiv. Nicht gesehene Aushänge und Infoveranstaltungen, von denen keiner weiß, nutzen niemanden. Wir möchten im Interesse der Transparenz und einer besseren Informationspolitik, dass Mailadressen konsequent für den Versand von universitätsrelevanten Informationen verwandt werden und interne Mailinglisten nach Studiengängen und anderen studienrelevanten Kriterien für den geordneten Versand von spezifischen Informationen erstellt werden. Vorhandene Strukturen wie die Calendrina ließen sich in ein Konzept gut integrieren.
Universität & Studierende
Studentisches Engagement in Zeiten von Bachelor/Master ermöglichen
Fast alle Studiengänge sind mittlerweile auf Bachelor/Master umgestellt. Leider lassen die neuen Studienordnungen kaum noch Raum, um sich neben den Studium in studentischen Organisationen und universitären Gremien zu engagieren. Wir möchten, dass das StuPa Verhandlungen mit der Uni darüber führt, inwieweit sich Engagement in den Studienverlauf integrieren und ggf. anrechnen lässt. Gerade bei den Studierenden der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät muss der Weg von bisher inoffiziellen Regelungen zu mehr Rechtssicherheit durch Einbettung in die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gefunden werden. Für Studierende, die gleichzeitig am CP den polnischen Regelungen unterliegen (z.B. GPL), müssen auf beiden Seiten der Oder kompatible Regeln gelten.
Entlastung des Internationalen Büros
Probleme mit dem Internationalen Büro hängen meist mit dessen chronischer Unterbesetzung zusammen. Gerade eine Europa-Universität darf sich so einen Zustand nicht leisten. Deshalb werden wir uns bei der Universitätsleitung dafür einsetzen, dass das Internationale Büro personell besser ausgestattet wird.
Besserer Service in den Wohnheimen
Auch die Wohnheime des Studentenwerkes/ der Adam-Mickiewicz-Universität (UAM) sind Teil des Studienstandortes Frankfurt (Oder)/Slubice. Hier ist es wichtig, dass man auf beiden Seiten der Oder gut arbeiten kann und sich wohl fühlt. Ein wichtiger Punkt für uns ist auch die Zusammenarbeit mit den Hausmeistern in den Wohnheimen. Wir wollen uns beim Studentenwerk/UAM für mehr Kundenfreundlichkeit und Erreichbarkeit einsetzen.
Insbesondere soll die polnische Seite aufgefordert werden Ihren Service auch in deutscher und englischer Sprache anzubieten, um somit die Internationalität des Studentenviertels am Pilsudskiego zu steigern und auch deutschen Studenten die Möglichkeit zu geben das nahe Ausland kostengünstig kennen zu lernen.
Der AStA soll hingegen für die deutschen Wohnheime eine Anlaufstelle für Studierende mit diesbezüglichen Problemen schaffen. Auch die Betreuung durch das Studentenwerk als Vermieter muss freundlich ablaufen und darf nicht zu regelmäßiger Verärgerung und Frustration der Studierenden führen.
Kultur und Hochschulsport
Das Musical „Brats“ war ein voller Erfolg. Wir wollen, dass es so etwas auch in Zukunft gibt. Daher setzen wir uns für eine Vernetzung aller kulturschaffenden Initiativen an der Viadrina und der Einrichtungen der Stadt Frankfurt (Oder) ein. Gerade das Kulturreferat im AStA ist hier gefordert, Kontakte zu knüpfen und Anlaufstelle zu sein.
Auch die Förderung des Hochschulsports ist für uns wichtig. Ein Fünftel der Studierenden sind beim USC Viadrina körperlich aktiv. Der USC mietet bei der Stadt die Sporthallen an, um uns Studierenden Volleyball, Badminton oder Fußball zu ermöglichen. Damit der USC noch attraktiver für uns Studenten wird, fordern wir eine möglichst breite Palette von Sportangeboten. Der finanzierbare stetige Ausbau soll die vorhandene Sportinfrastruktur maximal nutzen um somit Sportarten wie Tennis, Tanzen und Reiten anbieten zu können. Bezahlbare Mitgliedsbeiträge für die Studierenden werden durch die finanzielle Unterstützung durch die Studierendenschaft gewährleistet.
Die Sonderförderung ist nun fast beschlossen, wir möchten in diesem Gebiet auch weiter gestalterisch tätig werden.
Sonstiges
Bessere deutsch-polnische Kommunikation
Möglichkeiten einer besseren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bietet insbesondere die Vernetzung von StuPa & AStA mit den Studierendenvertretern am Collegium Polonicum. Leider schläft der Kontakt immer wieder ein. Andererseits erkennen wir das Problem, dass die Studierendenvertreter am CP nicht in den Strukturen wie wir arbeiten können. Trotzdem wurde jetzt schon die Durchführung einiger Veranstaltungen unserer Fakultäten in Slubice erreicht. Die stärkere Zusammenarbeit ist in Zukunft vor allem bei kulturellen Veranstaltungen zu erreichen.
Kommunikation zwischen Stadt und Studierenden verbessern
Theoretisch sollte bei steigenden Studierendenzahlen und Bevölkerungsrückgang in Frankfurt der Einfluss der Studierendenschaft in der Stadt wachsen. In der Vergangenheit wurden die Interessen der Studierenden im Rathaus jedoch selten gehört. Wir setzen uns dafür ein, dass der Dialog mit der Stadt aufgenommen wird und ein langfristiger Informationsaustausch stattfindet, so dass die Belange der Studierenden im Rathaus zukünftig stärker berücksichtigt werden. Dabei wollen wir uns dafür einsetzen, dass die Mitsprache der Studierenden institutionalisiert wird. Ein guter Ansatzpunkt wäre der geplante Universitätsplatz.
Aufstockung der Sozialstipendien
Es ist eine sehr gute Sache, dass es wieder Sozialstipendien geben wird. Darauf wollen wir uns allerdings nicht ausruhen. Der Liberale Campus wird sich aktiv dafür einsetzen, private Sponsoren einzuwerben, welche weitere finanzielle Unterstützung für Studierende bereitstellen.
Buslinie zwischen Uni und CP
Unsere Fraktion regte mit anderen zusammen im StuPa die Diskussion über einen grenzüberschreitenden Bus zwischen Europa-Uni und Collegium Polonicum bzw. den polnischen Wohnheimen mit an und wird sie auch weiterhin kritisch begleiten.